Den Tag mit dem Lob Gottes beginnen

Laudes (matutinae)
Die kanonischen Stundengebete - Vigil ( Matutin), Laudes, Prim, Terz, Sext, Non, Vesper und Komplet werden in Klöstern auf der ganzen Welt gesungen.

Das Stundengebet will den Tag durch Gebet strukturieren und "atmungsaktiv" machen: 
Innehalten, vor Gott verweilen, meditieren, den Tag in seine Häde legen und aus der Begegnung mit ihm neuen Lebensatem schöpfen.

Das "Morgenlob", was "Laudes matutinae" fast wörtlich übersetzt heißt, beginnt den Tag mit dem Lob Gottes. Es besteht aus einem Hymnus, der Psalmodie, Lesung mit Antwortgesang, dem Canticum "Benedictus" aus dem Evangelium sowie abschließenden Gebeten.

In den Klöstern werden die Laudes traditionell zur Zeit der Morgendämmerung gebetet und mit ihnen das Tagewerk eröffnet. Die klösterliche Stunde der Laudes führt aus der Finsternis der Nacht hinaus ins Licht. Zu den Laudes bekommen wir bei Sonnenaufgang den neuen Tag geschenkt. Die klösterliche Art, den Sonnenaufgang mit Dankbarkeit zu begrüßen, ist für alle Menschen zugänglich.